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Devs

 ·  ‚ėē 3 min read  ·  ūüėé Stefan
    Bewertung: ‚≠ź ‚≠ź ‚≠ź ‚≠ź ‚≠ź (5 von 5)

Diese US-amerikanische Miniserie (z.Zt. eine Staffel mit 8 Folgen) ist eine der besten Serien, die ich in letzter Zeit gesehen habe!
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent ist Alex Garland, der schon an erfolgreichen Filmen wie “28 Days Later” und “Ex Machina” beteiligt war.

Handlung

Sergei (Karl Glusman), Experte f√ľr k√ľnstliche Intelligenz, wird in die sagenumwobene Abteilung “Devs” des Unternehmens “Amaya” versetzt und wird kurz darauf tot aufgefunden. Die offiziellen Ermittlungen erbenen, dass es Selbstmord war - es gibt jedoch Gr√ľnde an dieser Theorie zu zweifeln.
Seine Freundin Lilly (gespielt von Sonoya Mizuno, bekannt u.a. aus den Filmen “Ex Machina” und “Ausl√∂schung”, bei denen sie schon mit Garland zusammengearbeitet hat), versucht die Wahrheit herauszufinden.

Determinismus und viele Welten Theorie

Bald wird klar, dass Firmengr√ľnder “Forest” (Nick Offerman) mit seiner Entwicklungstruppe, den Devs (eine g√§ngige Abk√ľrzung f√ľr Developer, also Software-Entwickler), an Themen forscht, die √ľber die Grenzen des Vorstellbaren hinausgehen. Das futuristische Geb√§ude, in dem die Devs arbeiten, ein goldfarbener Kubus ist streng abgeschirmt. Die anderen Mitarbeiter der Abteilung sind ein bunter Haufen von Nerds und Wissenschaftlern. Zentral auf dem Firmengel√§nde ist eine √ľberlebensgro√üe Figur eines kleinen M√§dchens aufgestellt, dass man schon aus der Ferne sehen kann - anscheinend ein Denkmal f√ľr Forests verstorbene Tochter. Das Denkmal steht buchst√§blich √ľber Allem und l√§sst erahnen, was den rauscheb√§rtigen Chef antreibt. Die Grundannahme f√ľr alle Forschung ist ein deterministischen Universums, bei dem alles vorherbestimmt ist und sich jedes Ereignis auf einen kausalen Zusammenhang mit einem anderen Ereignis zur√ľckf√ľhren l√§sst. Mit der unfassbaren Rechenleistung eines Quantencomputers sollen sich zuk√ľnftige Ereignisse vorhersagen lassen, bzw. Vergangenes sichtbar gemacht werden.
Alles scheint schließlich auf ein großes Mysterium zuzusteuern

Widerspr√ľche

Das pompöse Unternehmen mit dem goldfarbenen Gebäude der Devs steht in krassem Widerspruch zum traurigen und fast nihilistischen CEO, dem Geld und Ruhm rein gar nichts bedeutet.
Die Hauptfiguren trauern und suchen nach Erl√∂sung, durchaus konsequent, dass auch der Erl√∂ser hier eine Rolle spielt. Die Zuschauer werden auf eine philosophische Reise genommen und m√ľssen sich existentialistische Fragen gefallen lassen - was sehr anregend ist aber nicht immer gute Laune erzeugt.

Fazit

Trotzem kann man sagen, dass die Handlung spannend und fesselnd ist - ein philosphischer Thriller, der vieles in Frage stellt.
Die Serie ist aber auch ein Kunstwerk mit tollen Bildern und großartigen Schauspielern, die schrägen Figuren zum Leben erwecken.
Erw√§hnenswert ist auch noch der Soundtrack. Auf dem offiziellen Album finden sich viele sch√∂ne St√ľcke - melodi√∂s und teilweise sph√§risch, komponiert von Ben Salisbury. Salisbury hat schon √∂fter f√ľr Produktionen von Alex Garland komponiert (Ex Machina, Ausl√∂schung) und war zuletzt im Soundtrack der Amazon Prime Serie “Hanna” zu h√∂ren. Es ist allerdings auch viel Musik zu h√∂ren, die leider nicht auf dem offiziellen Album enthalten ist, z.B. das sehr sch√∂ne Lied “Guinevere” von “Stills, Nash, Crosby, Young” oder aber die verst√∂renden Performances von Barbara Akoak und Pauline Kyak - zwei Inuit-K√ľnstler, deren Musik im wesentlichen aus Husten und R√∂cheln besteht.

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Stefan
WRITTEN BY
Stefan
Media-Nerd